Vergessene Schätze von früher
Was damals selbstverständlich im Kinderzimmer, Wohnzimmer oder auf dem Schreibtisch lag, gilt heute oft als Rarität. Viele Alltagsgegenstände aus den 60ern, 70ern, 80ern und 90ern sind inzwischen begehrte Sammlerstücke – und manche erzielen erstaunliche Summen. Ob Spielzeug, Technik, Möbel oder Druckware: Wenn du auf dem Dachboden oder im Keller noch Kisten von früher hast, könnte sich ein genauer Blick lohnen. Hier findest du 20 Dinge aus vergangenen Jahrzehnten, die lange in Vergessenheit geraten sind – und deren Wert dich heute überraschen könnte.
Kult-Tech zum Mitnehmen
Der Sony Walkman TPS-L2 gilt als Startschuss für Musik unterwegs. Besonders die frühen Modelle aus den 1980ern, am besten mit Original-Kopfhörer und Verpackung, lassen Sammlerherzen höherschlagen. Auch Fotofans sollten die Polaroid-Kameras der 70er prüfen: Die legendäre SX-70 mit klappbarem Gehäuse ist ein Design-Highlight und funktioniert mit neuen Filmen wieder. Ebenfalls spannend: Agfa Pocketkameras aus den 1970ern. Die kompakten 110-Film-Kameras wirken heute herrlich retro – komplette Sets in gutem Zustand sind dafür gefragt.

Frühe Games und analoge Medienliebe
Vor Atari und NES gab es die Interton VC 4000 (ab 1978). Diese frühe Spielekonsole kennt kaum jemand – genau das macht sie interessant. Originalkarton, Controller und Spiele sorgen für Pluspunkte beim Wert. In eine ganz andere Richtung gehen Disney-VHS-Kassetten der Black Diamond Collection (1984–1993): Vor allem versiegelte oder sehr gut erhaltene Exemplare mit dem markanten schwarzen Rautensymbol am Rücken sind gesucht. Dazu kommen Original-Filmplakate der 70er und 80er, die mit Patina und Kultfaktor begeistern. Und natürlich Schallplatten: Seltene Erstpressungen, limitierte Auflagen oder Fehlpressungen können, je nach Zustand von Platte und Cover, richtige Preissprünge hinlegen.
Spielzeug-Ikonen, die dich reich machen können
Actionhelden der 80er? He-Man-Figuren (ab 1982) sind Kult. Komplett mit Waffen und Rüstung oder sogar noch originalverpackt steigen hier die Preise deutlich. Aus der gleichen Zeit stammen Polly-Pocket-Sets: Je vollständiger die kleinen Welten – inklusive Mini-Figuren –, desto besser. Eine Nummer älter und ebenfalls beliebt: Schlumpf-Figuren aus Ü-Eiern, besonders aus den 1980ern. Varianten, Fehldrucke oder seltene Motive sind die Trüffel der Sammlerszene. Und wenn du Steiff-Plüschtiere hast, die vor 1970 hergestellt wurden, halte Ausschau nach dem berühmten „Knopf im Ohr“ und gut erhaltenen Etiketten – beides kann den Wert deutlich erhöhen.
Gedruckte Schätze: Comics, Bücher, Marken und mehr
Papier kann Gold wert sein. Asterix-Comics in Erstausgaben aus den 60ern bis 80ern sind heiß begehrt, vor allem in sehr gutem Zustand. Micky-Maus-Hefte der 70er und 80er wiederum punkten, wenn die Bastelbögen unberührt sind. Panini-Sammelalben aus dieser Zeit – komplett beklebt und sauber erhalten – rufen nostalgische Bieter auf den Plan. Noch älter und spektakulärer: der Sachsendreier, eine Briefmarke von 1850. Hier geht ohne Expertise nichts – Echtheitszertifikate sind Pflicht. Freunde klassischer Abenteuerliteratur sollten nach Karl-May-Büchern in frühen Originalausgaben Ausschau halten. Und ja, selbst Diddl-Blöcke aus den späten 80ern und 90ern können je nach Motiv und Seltenheit überraschend gefragt sein, besonders unbenutzt oder als komplette Sets.
Designklassiker fürs Zuhause
Auch Möbel und Lampen von früher sind im Kommen. Bestimmte IKEA-Leuchten aus vergangenen Jahrzehnten haben sich vom Schnäppchen zum Sammlerstück entwickelt – vor allem seltene Modelle in gutem Zustand. Ein echter Hingucker ist das IKEA-Sofa „Impala“ von Gillis Lundgren aus den 1970ern. Originalbezüge und ein gepflegter Zustand sind hier die halbe Miete. Handgemachte Patchworkdecken aus den 70ern und 80ern wiederum verbinden Nostalgie mit Handwerk: Je sorgfältiger gearbeitet und je lebendiger die Stoffe, desto eher greifen Sammelnde zu.
So findest du deinen Schatz
Bevor du etwas verkaufst, prüfe immer Zustand und Vollständigkeit: Originalverpackung, Anleitungen, Zubehör und intakte Etiketten erhöhen den Wert. Recherchiere Modellbezeichnungen, Produktionsjahre und Varianten – kleine Details machen oft den Unterschied. Für besonders wertvolle Stücke lohnen Gutachten oder der Gang zu spezialisierten Händlerinnen und Händlern. Und dann heißt es: Dachboden, Keller, Schubladen durchforsten. Wer weiß – vielleicht wartet längst ein Schatz darauf, entdeckt zu werden.



