Achtung! So warnt dich dein Körper vor einem zu hohen Cholesterinspiegel!

Hohes Cholesterin: schwer zu bemerken, aber wichtig

Ein zu hoher Cholesterinspiegel verursacht meist keine eindeutigen Beschwerden. Gerade deshalb bleibt er oft unbemerkt, kann aber Herz und Blutgefäße schädigen. Wenn du auf subtile Veränderungen in deinem Körper achtest, kannst du manchmal früher eingreifen und Probleme verhindern. Unten findest du Signale, die du ernst nehmen solltest, und was du selbst schon tun kannst.

Wie der Lebensstil deinen Cholesterinspiegel beeinflusst

Viel Fertigkost, Snacks und Süßes liefern deinem Körper vor allem ungesunde Fette und Zucker. Das treibt das schlechte Cholesterin (LDL) nach oben und senkt das gute (HDL), wodurch deine Gefäße eher verstopfen. Mit täglicher Bewegung und einer nährstoffreichen, abwechslungsreichen Ernährung kannst du dieses Gleichgewicht in die richtige Richtung lenken und dein Risiko senken.

Elf Signale, auf die du achten solltest

1. Anhaltender Mundgeruch

Bleibt dein Atem unangenehm, obwohl du gründlich putzt, Zahnseide benutzt und spülst? Veränderungen in Speichel und Bakterien können mit entgleisten Cholesterinwerten zusammenhängen. Geht das Problem nicht weg, ist ein Check beim Hausarzt sinnvoll.

2. Unstillbarer Durst

Hast du öfter Durst und musst auch mehr urinieren, obwohl du ausreichend trinkst? Das kann auf Störungen des Blutzuckers hindeuten, die manchmal mit einem ungünstigen Cholesterinprofil verbunden sind. Lass deine Werte überprüfen, wenn es anhält.

3. Hoher Blutdruck

Fette, die sich in der Gefäßwand ablagern, verengen den Durchgang. Dein Herz muss kräftiger pumpen, wodurch der Blutdruck steigt. Weil diese Kombination für Herz und Gefäße besonders riskant ist, lohnt sich regelmäßiges Messen.

4. Wackeliges Gleichgewicht

Merkst du, dass du häufiger wackelst oder deine Koordination etwas schlechter ist? Ein gestörter Fettstoffwechsel kann das Nervensystem beeinflussen. Es wirkt harmlos, ist aber ein Signal, deine Gesundheit überprüfen zu lassen.

5. Gelbe Knötchen auf der Haut

Kleine, gelbliche Knötchen – Xanthome – entstehen durch Cholesterin, das sich unter der Haut ablagert. Sie schmerzen meist nicht, können aber auf zu hohe Werte hinweisen. Grund genug, deine Lipide bestimmen zu lassen.

6. Schlechter Schlaf

Fällst du schwer in den Schlaf oder wirst du häufig wach? Cholesterin spielt bei der Bildung von Hormonen mit, die deinen Schlaf-Wach-Rhythmus steuern. Ist dieses Gleichgewicht gestört, kann deine Nachtruhe darunter leiden.

7. Schneller außer Atem

Schon nach kurzer Zeit außer Puste beim Treppensteigen oder einem kurzen Spaziergang? Verengte Blutgefäße lassen weniger sauerstoffreiches Blut zu Muskeln und Lunge durch. Kurzatmigkeit ist ein Alarmsignal, das du nicht abtun solltest.

8. Wenig Bewegung

Ein sitzender Lebensstil senkt dein HDL und lässt LDL ansteigen. Das macht Gefäße anfälliger für Plaques. Tägliches Spazierengehen, Radfahren oder Krafttraining bringt deine Werte oft schon spürbar in Ordnung.

9. Ständiges Räuspern

Hast du ständig das Bedürfnis, dich ohne klaren Grund zu räuspern? Eine schlechtere Durchblutung kann auch in diesem Bereich Beschwerden verursachen. Es ist kein harter Beweis, aber ein Signal, umfassender abklären zu lassen.

10. Anhaltende Müdigkeit

Immer müde, selbst nach einer guten Nacht? Wenn wegen engerer Gefäße weniger Sauerstoff bei Organen und Muskeln ankommt, fühlst du dich schneller erschöpft. Das ist mehr als „Stress“ und gehört abgeklärt.

11. Probleme mit dem Gedächtnis oder beim Wortfinden

Fallen dir Namen nicht ein oder suchst du häufiger nach Worten? Geschädigte Blutgefäße im Gehirn können Gedächtnis und Sprache beeinflussen. Nimm solche Veränderungen ernst und lass deine Werte kontrollieren.

Was du jetzt tun kannst

Zweifelst du wegen eines oder mehrerer dieser Signale? Lass deinen Cholesterinspiegel beim Hausarzt messen; das ist Schritt eins. In der Zwischenzeit hilfst du dir mit: mehr Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkorn und (fettem) Fisch; weniger hochverarbeiteten Snacks; täglicher Bewegung; Rauchstopp; und maßvollem Alkoholkonsum. Kleine, gut durchzuhaltende Anpassungen bringen oft schnell spürbare Vorteile für Herz und Gefäße.