Achtung: Darum darfst du NIEMALS ein Bändchen an deinen Koffer binden!

Lass das Bändchen lieber zu Hause

Praktisch, so ein auffälliges Bändchen an deinem Koffer, um ihn auf dem Band schnell zu erkennen. Doch dieser smarte Trick ist geradezu eine Einladung zu Problemen. Ein Mitarbeiter am Flughafen Dublin warnt, dass so ein unscheinbares Detail dazu führen kann, dass dein Gepäck verzögert wird oder sogar nicht mit deinem Flug mitreist. Klingt übertrieben? Warte, bis du hörst, wie die Gepäcksysteme funktionieren.

Warum Verzierungen dir schaden

Du kennst das: Du starrst aufs Band und hoffst, dass dein Koffer endlich auftaucht. Um die Suche zu erleichtern, binden viele Reisende eine Schleife oder ein Schnürchen an den Griff. Laut John, einem erfahrenen Gepäckmitarbeiter, ist das genau das, was du nicht tun solltest. Bändchen, Aufkleber und anderer Schnickschnack können nämlich das automatische Sortiersystem durcheinanderbringen. Wird dein Koffer nicht richtig erkannt, muss ihn ein Mitarbeiter herausnehmen und manuell prüfen. Das kostet Zeit, und manchmal verpasst dein Gepäck dadurch den Flug.

So geraten Scanner durcheinander

An modernen Flughäfen wird nahezu sämtliches Gepäck automatisch gelesen und sortiert. Scanner prüfen Barcodes und Labels, die genau angeben, wohin dein Koffer muss. Lose Bändchen oder herumbaumelnde Schnürchen können ein solches Label teilweise verdecken oder die Sensoren blockieren. Die Maschine kann es dann nicht lesen und stellt deinen Koffer für eine Kontrolle zur Seite. Dasselbe Problem entsteht mit alten Aufklebern und Labels früherer Reisen: Sie senden widersprüchliche Signale, sodass das System nicht mehr weiß, welches das richtige Ziel ist.

Alte Labels? Sofort entfernen

Johns Rat ist simpel: Ziehe alle alten Labels und Aufkleber ab, bevor du losfährst. Halte auch den Bereich rund um das offizielle Gepäcklabel frei von Verzierungen. Möchtest du deinen Koffer trotzdem leicht wiedererkennen, wähle etwas, das den Barcode nicht abdeckt, zum Beispiel einen auffälligen Koffergurt um den Korpus oder ein knalliges Schloss. So sticht dein Koffer ins Auge, ohne das Sortiersystem zu stören.

Praktische Gepäcktipps aus der Praxis

Noch ein Tipp, den du vielleicht nicht erwartet hast: Stelle deinen Koffer auf dem Check-in-Band mit den Rädern nach oben. Die Unterseite bekommt beim Transport die meisten Stöße ab; wenn du ihn umdrehst, verringerst du das Risiko von Beschädigungen. Das erspart dir oft Kratzer, verbogene Achsen und wackelnde Rollen.

Marzipan und Sicherheit: unerwartete Doppelgänger

Packe auch lieber kein Marzipan in dein Aufgabegepäck. Klingt harmlos, aber die Dichte ähnelt der mancher Sprengstoffe. Auf dem Sicherheits-Scan kann das verdächtig aussehen. Folge: Dein Koffer wird herausgenommen, du wirst für eine zusätzliche Kontrolle ausgerufen, und dein Urlaub beginnt mit Stress. Willst du trotzdem Süßes mitnehmen? Kauf es am Zielort oder nach der Sicherheitskontrolle, dann vermeidest du Verzögerungen.

Medikamente mitnehmen: wissen, was erlaubt ist und was nicht

Nicht alle Medikamente, die zu Hause völlig in Ordnung sind, sind anderswo erlaubt. In manchen Ländern sind Schmerzmittel mit zum Beispiel Codein ohne Rezept verboten. Nimmst du sie dennoch mit, riskierst du bei der Ankunft Probleme. Prüfe daher immer vorab die Regeln deines Reiseziels über die Botschaft oder das Konsulat. Im Vereinigten Königreich fällt dies unter den Misuse of Drugs Act (1971); enthält deine Medikation ‚controlled substances‘, brauchst du eine ärztliche Bescheinigung. Dieses Prinzip gilt in vielen Ländern, auch wenn die Listen je nach Ort variieren.

So vermeidest du Ärger beim Zoll

Lass Medikamente in der Originalverpackung und nimm ein Schreiben dein es Arztes mit, in dem steht, wofür du sie verwendest und in welcher Dosierung. Praktisch ist auch eine englischsprachige Version. Nimm nur die Menge mit, die du vernünftigerweise für die Dauer deiner Reise brauchst. Bewahre essenzielle Medikamente möglichst im Handgepäck auf, damit du nicht vom Frachtraum abhängig bist, falls mit deinem Koffer etwas schiefgeht.

Bevor du abreist: Mini-Checkliste

Entferne alte Labels, verzichte auf Bändchen und Aufkleber, sorge für eine deutliche, aber nicht störende Kennzeichnung (Koffergurt oder Schloss), packe kein Marzipan ins Aufgabegepäck und prüfe die Medikamentenregeln deines Reiseziels. Klingt simpel, spart aber Verzögerungen, Missverständnisse und unnötigen Stress.

Sorgenfrei unterwegs

Oft sind es die kleinen Details, die den Unterschied zwischen einem entspannten Start und einem Urlaubsreinfall ausmachen. Mit ein wenig Vorbereitung und den Tipps von Menschen, die täglich mit Gepäck arbeiten, verringerst du die Chance, dass dein Koffer zurückbleibt oder du bei der Sicherheitskontrolle aufgehalten wirst. Smartes Reisen dreht sich nicht nur darum, was du mitnimmst, sondern vor allem darum, wie du es mitnimmst. Lass das Bändchen also lieber zu Hause und starte mit gutem Gefühl.