Anne (26): “Verdient ein Mann nicht mindestens 100.000 Euro im Jahr, hat er bei mir keine Chance”

Für die 26-jährige Anne ist es glasklar. Liebe ist schön, aber Sicherheit ist besser. Und diese Sicherheit beginnt ihrer Meinung nach mit einer einfachen Forderung. “Wenn ein Mann nicht hunderttausend im Jahr verdient, dann weiß ich im Grunde schon genug.”

Sie sagt es ohne Scham und ohne Ausreden. “Ich habe keine Lust, später die ganze Last tragen zu müssen. Das sehe ich viel zu oft in meinem Umfeld passieren.”

Keine Lust auf Struggle

Anne lebt in der Stadt, arbeitet in Vollzeit und zahlt sich an Miete dumm und dämlich. “Alles ist teuer. Einkäufe, Energie, Essen gehen. Ich werde nicht auch noch jemanden unterhalten.”

Sie betont, dass sie ihre Angelegenheiten selbst im Griff hat. “Ich arbeite hart, ich verdiene mein eigenes Geld. Aber ich will vorankommen. Nicht stehenbleiben oder zurückgehen.”

Nach Annes Ansicht ist Liebe ohne finanzielle Stabilität ein Rezept für Elend. “Romantik bezahlt keine Rechnungen.”

Dating ist ein Auswahlprozess

Auf Dating-Apps ist sie offen damit. “Ich frage ziemlich schnell, was jemand macht und wo er einkommensmäßig ungefähr liegt. Das spart Zeit.”

Sie versteht, dass Männer darüber wütend werden. “Dann bekomme ich Reaktionen, ich sei oberflächlich. Aber dieselben Männer wollen eine hübsche Frau, jemanden, der gepflegt ist und Ambitionen hat. Das kostet auch Geld.”

Für sie ist ein hohes Einkommen kein Luxus, sondern ein Signal. “Es sagt etwas über Ambition, Disziplin und Antrieb aus.”

Kein Retterkomplex

Anne lehnt die Rolle der verständnisvollen Partnerin ab, die alles einfach akzeptiert. “Ich werde keinen Mann motivieren, ziehen oder darauf hoffen, dass er irgendwann mehr verdient.”

Sie sieht es bei Freundinnen schiefgehen. “Die fangen mit Liebe an und enden mit Stress. Dann arbeiten sie mehr Stunden, zahlen mehr und machen zusätzlich auch noch das Meiste zu Hause.”

Dieses Szenario will sie um jeden Preis vermeiden.

Wütende Reaktionen lassen sie kalt

Online bekommt Anne viel Kritik. Sie sei verwöhnt. Kalt. Materialistisch. “Prima. Das sind oft Männer, die diese 100.000 nicht erreichen.”

Sie dreht es um. “Warum ist es normal, dass ein Mann Ansprüche an das Aussehen stellt, aber nicht, dass ich Ansprüche an Sicherheit stelle?”

Laut Anne geht es einfach um Ehrlichkeit. “Ich tue niemandem weh. Ich sage nur, wofür ich mich entscheide.”

Lieber allein als enttäuscht

Ob sie Angst hat, am Ende allein zu sein? Anne schüttelt den Kopf. “Nein. Ich bin lieber allein als mit jemandem, der mich später nach unten zieht.”

Sie schließt resolut ab. “Eine Beziehung ist eine Partnerschaft. Und für mich gehört finanzielle Gleichwertigkeit dazu. Wenn du das nicht erreichst, bist du sicher für jemand anderen nett. Aber nicht für mich.”