Pass gut auf! Dieser fiese PIN-Trick an der Kasse kann dich Hunderte Euro kosten!

Polizei: Achtung vor neuer PIN-Betrugsmasche in Supermärkten

Die Polizei schlägt Alarm wegen einer raffinierten Betrugsmasche, die vor allem in Supermärkten auftaucht. Betrüger geben sich als Bettler aus und bitten dich, „einen kleinen Betrag“ für ihre angeblich behinderten Kinder zu spenden. Klingt harmlos, doch hinter dieser Bitte steckt eine List, die dich viel Geld kosten kann.

So funktioniert die Täuschung

Du wirst freundlich angesprochen mit der Geschichte, dass sie nur ein paar Euro brauchen. Danach wird dir ein Kartenterminal oder eine Zahlungsanforderung unter die Nase gehalten. Die Gemeinheit steckt im Betrag: Er ist oft bereits vorausgefüllt und viel höher, als du denkst. Wo du 5 Euro geben wolltest, sind am Ende fast tausend Euro abgebucht. Das passiert schnell und unauffällig, besonders wenn du abgelenkt bist oder das Gerät nicht gut sehen kannst.

Warnung des Basisteams Centrum-Amstel

Das Basisteam Centrum-Amstel teilte auf Facebook mit, dass es zuletzt mehrere Fälle gab, in denen der „kleine“ Spendenbetrag unbemerkt in einen fast vierstelligen Betrag verwandelt wurde. Ihre Botschaft ist klar: Bleib wachsam, lass dich nicht hetzen und prüfe immer, was du bestätigst, bevor du deine PIN eingibst oder kontaktlos abschließt.

Meldungen in den Niederlanden und in Deutschland

Auch über Instagram teilt die Polizei Amsterdam mit, dass in den vergangenen Wochen mehrere Meldungen eingegangen sind – nicht nur in den Niederlanden, sondern auch in Deutschland. Es scheint sich also um eine umherreisende Vorgehensweise zu handeln. Der dazu gegebene Rat: Wenn du spenden möchtest, tu das über die offizielle Website einer Wohltätigkeitsorganisation oder über eine bekannte, verlässliche Spendenplattform.

Warum man es nicht sofort bemerkt

Betrüger nutzen Eile und Gutgläubigkeit geschickt aus. Sie sprechen schnell, halten das Kartenterminal so, dass du Display und Dezimalstellen schlechter siehst, oder sie lenken dich mit einem Formular oder einer Mappe ab. Manchmal halten sie das Gerät selbst fest und drücken mit auf Tasten. In solchen Momenten bestätigst du unbemerkt einen viel zu hohen Betrag. Alles dreht sich um Tempo und Verwirrung.

So schützt du dich beim Kartenzahlen

– Nimm dir Zeit und gib den Betrag selbst ein. Siehst du, dass er bereits vorausgefüllt ist? Brich ab und beginne neu oder lehne die Zahlung ab.

– Prüfe stets den vollständigen Betrag, inklusive Cent. Eine zusätzliche 9 oder Null ist schnell übersehen.

– Lass niemanden das Kartenterminal halten. Halte das Gerät selbst fest und decke deine PIN ab.

– Zahle nicht an Privatpersonen mit losen Terminals auf der Straße oder im Ladenflur. Möchtest du helfen? Spende über offizielle Kanäle.

Sicher spenden: so geht’s

Spende lieber über die Website der Organisation selbst oder über eine App, die du kennst. Prüfe die URL (https und korrekter Domainname) und sei kritisch bei QR-Codes, die dir auf der Straße angeboten werden. Seriöse Organisationen haben oft ein Gütesiegel und klare Angaben. Findest du diese nicht oder fühlt sich etwas nicht richtig an? Lass es.

Trotzdem Geld verloren? Das kannst du sofort unternehmen

Stellst du fest, dass ein zu hoher Betrag abgebucht wurde, nimm sofort Kontakt zu deiner Bank auf, um deine Karte zu sperren und die Transaktion anzufechten. Je schneller du bist, desto größer die Chance auf Rückabwicklung. Erstatte anschließend Anzeige bei der Polizei und notiere Zeit, Ort, Beschreibung der Person sowie eventuelle Fotos oder Belege. Diese Informationen helfen bei den Ermittlungen.

Warnsignale, auf die du achten solltest

– Jemand, der dich hetzt und auf sofortiges Bezahlen mit Karte drängt.

– Vorausgefüllte Beträge oder jemand, der „mal eben“ für dich auf OK drückt.

– Ein Terminal, das merkwürdig aussieht oder beschädigt ist – oder das du nicht selbst halten darfst.

– Eine rührselige Geschichte, verbunden mit der Bitte, im Ladenflur oder auf der Straße mit Karte zu zahlen.

Bleib ruhig und sage getrost Nein

Du schuldest niemandem etwas – schon gar nicht, wenn es sich nicht sicher anfühlt. Sage freundlich, dass du auf diese Weise nicht spendest, und geh weiter. Siehst du so etwas in oder bei einem Supermarkt, informiere das Ladenpersonal. Bei einer Situation auf frischer Tat kannst du die 112 anrufen; ist es nicht dringend, melde es über die allgemeine Polizeinummer. Vorbeugen ist besser als heilen: prüfen, entschleunigen und selbst bestimmen, wie du spenden möchtest.