Das haben wir früher immer gemacht, wie hieß das noch mal?

Man sieht es und denkt vielleicht: ein einfach gefaltetes Stück Papier. Aber für eine ganze Generation von Schulkindern war dies das geheime Spiel während langweiliger Unterrichtsstunden und langer Nachmittage auf dem Schulhof.

Das ist Himmel und Hölle, ein selbst gefaltetes Papierspiel voller Zahlen, Farben und versteckter Botschaften.

Das beliebteste Spiel auf dem Schulhof

Lange bevor es Smartphones und Apps gab, unterhielten sich Kinder mit einfachen Dingen. Ein Blatt Papier, ein Stift und ein wenig Kreativität reichten für endlosen Spaß.

Himmel und Hölle wurde überall gespielt. Im Unterricht, in den Pausen oder heimlich unter dem Tisch. Jeder kannte es, und fast jeder konnte sich selbst eines falten.

Wie funktionierte Himmel und Hölle

Das Prinzip war einfach, aber überraschend spaßig. Außen standen oft Farben oder Zahlen. Innen gab es Felder mit Aufgaben, Vorhersagen oder witzigen Texten.

Man ließ jemanden eine Farbe wählen, danach eine Zahl, und währenddessen bewegte man das Faltspiel auf und zu. Am Ende wählte der Spieler ein Feld, und die „Vorhersage“ erschien.

Das konnte alles Mögliche sein: von „Du bist verliebt“ bis „Du musst jemandem ein Kompliment machen“.

Warum ist es fast verschwunden

Heute haben Kinder stets digitale Ablenkung zur Hand. Spiele gibt es auf Handys, Tablets und Computern. Dadurch sind solche einfachen, selbstgemachten Spiele in den Hintergrund geraten.

Himmel und Hölle verlangt Geduld, Kreativität und ein wenig soziale Interaktion. Etwas, das in einer digitalen Welt weniger selbstverständlich geworden ist.

Ein kleines Stück Kindheit, das bleibt

Für alle, die damit aufgewachsen sind, weckt es sofort Erinnerungen. Das Knistern des Papiers, das Lachen über die Ergebnisse und das heimliche Anpassen der Texte.

Himmel und Hölle zeigt, dass man mit fast nichts etwas Schönes erschaffen kann. Und vielleicht ist es genau das, warum so viele Menschen mit einem Lächeln daran zurückdenken.