Hast du diese Pflanze im Garten? Wirf sie auf keinen Fall in die Biotonne!

Er hat grüne, fast bambusartige Stängel und auffällige Blätter. Auf den ersten Blick scheint nichts Besonderes los zu sein. Dennoch ist der Japanischer Staudenknöterich eine Pflanze, die viele Gartenbesitzer lieber so schnell wie möglich loswerden möchten.

Wenn du ihn einmal im Garten hast, kann das zu einer großen Herausforderung werden. Die Pflanze wächst schnell, verbreitet sich leicht und kann immer wieder auftauchen. Vor allem beim Entfernen geht es oft schief. Ein kleines zurückgebliebenes Stück reicht nämlich bereits für neues Wachstum.

Eine Pflanze, die ursprünglich nicht aus den Niederlanden stammt

Der Japanische Staudenknöterich stammt ursprünglich aus Asien und wuchs unter anderem in Japan, China und Korea. Im 19. Jahrhundert wurde die Pflanze in die Niederlande eingeführt.

Mittlerweile ist er an unzähligen Orten zu finden. Nicht nur in privaten Gärten, sondern auch entlang von Bahnlinien, Straßen, Straßenrändern und auf Brachflächen.

Die Pflanze wird als invasive, gebietsfremde Art betrachtet. Das bedeutet, dass sie hier ursprünglich nicht heimisch ist und sich stark ausbreiten kann.

Warum möchtest du ihn lieber nicht in deinem Garten?

Eines der größten Probleme ist seine enorme Wuchskraft. Hat der Japanische Staudenknöterich erst einmal einen guten Standort gefunden, kann er einen dichten Bewuchs bilden.

Andere Pflanzen bekommen dadurch weniger Platz und Licht. Für ein Beet, in das du sorgfältig Blumen und Sträucher gesetzt hast, kann das ziemlich ärgerlich sein.

Auch rund um Pflasterflächen und Bauwerke kann die Pflanze Probleme verursachen. Die Wurzeln können in bestehende Risse und Schwachstellen eindringen und diese weiter vergrößern.

Ein kleines Stück kann genügen

Und genau hier liegt das große Problem.

Der Japanische Staudenknöterich kann aus kleinen, zurückgebliebenen Pflanzenteilen erneut austreiben. Wer enthusiastisch mit dem Spaten loslegt und dabei die Wurzeln in viele Stücke zerhackt, kann das Problem dadurch sogar vergrößern.

Möchtest du ihn ausgraben, musst du also äußerst sorgfältig arbeiten. Eine Grabegabel oder Forke kann hilfreich sein, weil damit die Gefahr geringer ist, die Wurzeln ständig zu durchstechen.

Kontrolliere den Boden danach sorgfältig auf zurückgebliebene Stücke.

Nur schneiden reicht meist nicht aus

Du kannst die Pflanze auch immer wieder vollständig zurückschneiden. Damit versuchst du, sie nach und nach auszuhungern.

Aber auch hier gilt: lass die abgeschnittenen Teile nicht einfach im Garten liegen. Stängelstücke können sich erneut ausbreiten.

Eine andere Methode besteht darin, den Bereich nach dem Schnitt mit festem Material abzudecken, sodass die Pflanze kein Licht mehr bekommt. Anschließend musst du weiterhin kontrollieren, ob rund um die abgedeckte Stelle neue Triebe erscheinen.

Wer erwartet, das Problem innerhalb weniger Wochen gelöst zu haben, kann enttäuscht werden. Die Bekämpfung des Japanischen Staudenknöterichs kann viel Geduld erfordern.

Vergiss den Garten der Nachbarn nicht

Steht die Pflanze direkt an der Grundstücksgrenze? Schau dann auch, was auf der anderen Seite des Zauns wächst.

Wenn du die Pflanze ständig entfernst, während sie bei den Nachbarn ungestört weiterwächst, kann sie wieder zu dir herüberkommen.

Gemeinsam vorzugehen ist daher oft klüger. Besprich das Problem mit den Nachbarn und versucht, die Pflanze gleichzeitig zu bekämpfen.

Und dann der Fehler, den du auf keinen Fall machen solltest

Nach dem Schneiden oder Ausgraben muss das Pflanzenmaterial natürlich irgendwohin. Und genau dort geht es häufig schief.

Wirf Reste des Japanischen Staudenknöterichs nicht einfach in die Biotonne.

Gerade weil kleine Pflanzenteile wieder austreiben können, solltest du verhindern, dass das Material über Grünabfall oder Kompost weiterverbreitet wird.

Erkundige dich bei deiner Gemeinde, wie der Japanische Staudenknöterich zu entsorgen ist. Je nach Gemeinde kann empfohlen werden, das Material zum Beispiel über den Restmüll oder eine spezielle Annahmestelle beim Wertstoffhof zu entsorgen.

Siehst du ihn? Handle sorgfältig

Der Japanische Staudenknöterich bedeutet nicht, dass dein Garten verloren ist. Wichtig ist jedoch, nicht einfach drauflos zu hacken oder zu mähen und anschließend alles in den Grünabfall zu werfen.

Gerade sorgfältiges Entfernen, das Aufräumen aller Pflanzenreste und das fortlaufende Kontrollieren neuer Triebe kann eine weitere Ausbreitung verhindern.

Hattest du diese Pflanze schon einmal in deinem Garten? Teile auf Facebook, wie du sie bekämpft hast, und warne vor allem andere Gartenbesitzer vor der Biotonne.