Es passiert immer im ungünstigsten Moment. Du bist am Kochen, etwas Öl spritzt aus der Pfanne und genau auf deinem Lieblingsshirt erscheint ein dunkler Fettfleck. Oder beim Essen landet ein Tropfen Soße auf deiner Hose.
Einmal schnell mit einem feuchten Tuch drüberwischen und fertig? Leider nicht. Fettflecken können ziemlich hartnäckig sein. Aber bevor du das Kleidungsstück abschreibst, gibt es ein paar einfache Tricks, die du ausprobieren kannst.
Warum geht Fett so schwer aus Kleidung?
Das Problem mit Fett ist, dass es sich anders verhält als viele andere Flecken. Nur Wasser zu verwenden reicht daher meist nicht aus.
Mehr noch: Kräftiges Reiben mit einem nassen Tuch kann dafür sorgen, dass du den Fleck nur noch weiter verteilst.
Der wichtigste Rat ist daher: Handle so schnell wie möglich und schrubbe nicht sofort kräftig.
Je länger das Fett Zeit hat, in die Fasern einzuziehen, desto schwieriger wird es in der Regel, den Fleck vollständig zu entfernen.

Dieser einfache Trick wirkt besonders bei frischen Fettflecken
Hast du Talkumpuder im Haus? Dann kann das gut helfen.
Streue eine großzügige Menge Talkumpuder auf den frischen Fettfleck und lasse es eine Weile einwirken. Das Pulver kann einen Teil des Fetts absorbieren, bevor es weiter in den Stoff eindringt.
Entferne das Pulver anschließend vorsichtig und behandle das Kleidungsstück gemäß den Waschanweisungen.
Kein Talkumpuder? Ein anderes saugfähiges Pulver kann bei manchen Stoffen ebenfalls helfen. Prüfe jedoch immer zuerst das Pflegeetikett.
Spülmittel kann deine Rettung sein
In deiner Küche steht wahrscheinlich noch etwas, das speziell dafür entwickelt wurde, Fett zu lösen: Spülmittel.
Gib ein wenig Spülmittel direkt auf den Fettfleck und massiere es vorsichtig mit den Fingern in den Stoff. Kurz einwirken lassen und das Kleidungsstück anschließend gemäß Pflegeetikett waschen.
Besonders bei einem relativ frischen Fettfleck kann das überraschend gut funktionieren.
Teste das Mittel bei empfindlicher oder farbiger Kleidung zur Sicherheit zuerst an einer unauffälligen Stelle.
Und was, wenn der Fettfleck bereits eingetrocknet ist?
Dann wird es etwas schwieriger, aber das bedeutet nicht gleich, dass dein Kleidungsstück verloren ist.
Im ursprünglichen Trick wird Waschbenzin für ältere, hartnäckige Fettflecken empfohlen. Tupfe eine kleine Menge vorsichtig auf den Fleck und lass das Mittel arbeiten.
Achte hierbei besonders gut auf: Waschbenzin ist brennbar und nicht für jeden Stoff geeignet. Kontrolliere daher das Pflegeetikett und die Gebrauchsanweisung, sorge für gute Belüftung und verwende es nicht in der Nähe von Feuer oder Wärmequellen.
Lass das Kleidungsstück außerdem nicht einfach mit Resten eines brennbaren Lösungsmittels in die Waschmaschine oder den Trockner.
Der Zitronentrick
Für kleine Flecken wird auch häufig Zitrone empfohlen.
Schneide eine Zitrone auf und behandle die Stelle vorsichtig mit etwas Zitronensaft. Das ist vor allem ein Trick für kleine und relativ leichte Flecken.
Bei farbigen oder empfindlichen Stoffen ist Vorsicht wichtig, da Säure Stoff oder Farbe angreifen kann. Probiere es daher zuerst an einer unauffälligen Stelle.
Mach vor allem diesen Fehler nicht
Hast du den Fleck behandelt und das Kleidungsstück gewaschen? Stecke es dann nicht sofort in den Trockner.
Prüfe zuerst, ob der Fettfleck wirklich verschwunden ist.
Durch die hohe Temperatur eines Trockners kann ein verbliebener Fleck schwerer zu entfernen sein. Siehst du nach dem Waschen noch immer eine dunkle Stelle? Behandle sie dann erneut und lass das Kleidungsstück an der Luft trocknen.
Dein Lieblingsshirt muss also nicht gleich in den Müll
Ein Fettfleck sieht manchmal dramatischer aus, als er tatsächlich ist. Besonders wenn du schnell reagierst, kommst du mit etwas Einfachem wie Talkumpuder oder Spülmittel schon sehr weit.
Also, wenn das nächste Mal Öl aus der Pfanne genau auf dein neues Shirt spritzt: nicht gleich in Panik geraten und vor allem nicht planlos schrubben.
Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Lösung bereits in deinem Küchen- oder Badezimmerschrank steht.



