OFFIZIELL: Grippewelle ausgebrochen – erkennst du diese 9 Warnsignale? Nr. 3 übersieht fast jeder!

Grippewelle offiziell begonnen

Es ist so weit: Offiziell liegt eine Grippeepidemie vor. Zwei Wochen in Folge lag die Zahl der Hausarztbesuche wegen grippeähnlicher Beschwerden über der dafür festgelegten Schwelle. In der vergangenen Woche suchten 59 von 100.000 Einwohnern wegen Grippesymptomen medizinische Hilfe; eine Woche zuvor waren es 51. Die Schwelle, um von einer Epidemie zu sprechen, liegt bei 46 Hausarztbesuchen pro 100.000 Einwohner. Dass es nun offiziell so weit ist, ändert nicht unmittelbar etwas an der Versorgung, die man erhält, zeigt aber, wie schnell sich das Virus derzeit verbreitet.

Zahlen im Kontext

Im Vergleich zum Vorjahr hat die Grippewelle später eingesetzt. Damals gab es bereits Ende Januar eine Epidemie, mit einem Höhepunkt Anfang Februar. Auf dem Höhepunkt gingen damals 118 Meldungen pro 100.000 Einwohner bei den Hausärzten ein. Diese Welle klang gegen Ende März wieder ab. Aktuell liegen die Zahlen unter diesem Höchststand, steigen aber an – genau deshalb ist besondere Aufmerksamkeit nötig.

Was ist Grippe genau?

Grippe ist eine Infektion der Atemwege, die durch das Influenzavirus verursacht wird. Besonders im Herbst und Winter zirkuliert das Virus stark. Nicht jeder, der das Virus aufschnappt, wird auch wirklich krank, aber wer Grippe bekommt, kann sich ziemlich elend fühlen. Für die meisten Menschen heißt es vor allem, ein paar Tage richtig auszukurieren, auch wenn die Genesung manchmal länger dauern kann.

So erkennt man sie

Bei Grippe werden die Schleimhäute in Nase, Rachen und Lunge gereizt und entzündet. Dadurch kann man sich plötzlich stark krank fühlen – oft buchstäblich von einer Stunde auf die andere. Häufige Beschwerden sind Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, extreme Müdigkeit, Halsschmerzen, trockener Husten, eine laufende oder im Gegenteil verstopfte Nase sowie (hohes) Fieber. Dieses Fieber kann in kurzer Zeit auf 39 Grad oder mehr ansteigen, manchmal innerhalb eines halben Tages. Meist sinkt es nach drei bis fünf Tagen wieder. Nicht jeder entwickelt alle Symptome, und die Schwere variiert von Person zu Person: Die einen liegen mit Fieber und Muskelschmerzen flach, während andere vor allem unter Halsweh und Husten leiden. Man sollte außerdem damit rechnen, dass sich das Energieniveau nur langsam erholt; es kann ein bis drei Wochen dauern, bis man sich wieder wie zuvor fühlt, und Müdigkeit kann noch länger anhalten.

Wer besonders gefährdet ist

Für die meisten Menschen ist Grippe lästig, aber gut zu bewältigen. Es gibt jedoch Gruppen, die ein höheres Risiko für Komplikationen haben. Das gilt insbesondere für Menschen ab 60 Jahren und für alle mit chronischen Erkrankungen wie Herz- oder Lungenerkrankungen oder Diabetes. Bei ihnen kann Grippe schneller zu Atemnot oder einer Lungenentzündung führen, und bestehende Gesundheitsprobleme können sich verschlimmern. Wer zu einer Risikogruppe gehört, sollte besonders vorsichtig sein und bei besorgniserregenden Beschwerden den Hausarzt kontaktieren.

Wie steckt man sich an?

Das Virus verbreitet sich über winzige Tröpfchen, die freigesetzt werden, wenn jemand spricht, hustet oder niest. Atmet man diese Tröpfchen ein, kann man sich infizieren. Eine Übertragung über Hände und Gegenstände kommt ebenfalls vor – etwa über Türklinken, Wasserhähne oder Telefonbildschirme. Die Inkubationszeit – der Zeitraum zwischen Ansteckung und den ersten Beschwerden – beträgt meist drei bis vier Tage. Schwieriger wird es dadurch, dass man schon ansteckend sein kann, bevor man selbst merkt, dass man krank wird.

Was kann man tun, um die Ausbreitung zu begrenzen?

Es gibt einen Impfstoff: die jährliche Grippeimpfung. Sie wird jede Saison an die Varianten angepasst, die voraussichtlich zirkulieren. Menschen mit erhöhtem Risiko, wie über 60-Jährige und Personen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, erhalten in der Regel eine Einladung zu einer kostenlosen Impfung. Eine Ansteckung oder Übertragung lässt sich zwar nicht vollständig verhindern, aber man kann das Risiko verringern. Wer sich krank fühlt, sollte zu Hause bleiben, in die Armbeuge husten und niesen, regelmäßig die Hände mit Wasser und Seife waschen und durch gutes Lüften für frische Luft sorgen. Da nun offiziell eine Epidemie besteht, hilft es besonders, wenn wir uns an diese einfachen Maßnahmen halten – so schützt man sich selbst und die Menschen im Umfeld.