Melissa (30): “Es ist wirklich unsozial, einen Hund ins Restaurant mitzunehmen!”

Erste Tage des Urlaubs

Bei der Ankunft waren Melissa und Mark sofort begeistert. Das Wetter war wunderschön und ihr Zimmer war geräumig und sauber. Jeden Morgen begann Melissa mit einem Sprung in den Pool, danach gingen sie gemeinsam ins Restaurant. „Es war etwas gewöhnungsbedürftig, mit so vielen Leuten gleichzeitig zu essen, aber es war großartig, sich keine Sorgen um die Kosten machen zu müssen. Alles war schon bezahlt und wir konnten uns so viel nehmen, wie wir wollten. Herrlich, oder?“

Am dritten Tag jedoch änderte sich ihre Urlaubserfahrung drastisch. „Wir durften uns keinen Platz im Restaurant aussuchen; das machte das Personal. Und ab diesem Tag wurden wir immer neben dieselbe Familie gesetzt. Ein Vater, eine Mutter, ein Mädchen von drei oder vier Jahren und ein großer Hund. Das Mädchen wurde schnell unruhig und begann zwischen den Tischen zu rennen. Sie stieß immer wieder an mich, was ich sehr unangenehm fand. Als sie müde wurde, fing sie an zu quengeln, weil sie den Hund, Beau, bürsten wollte. Zu meiner Überraschung holte die Mutter eine Hundebürste aus ihrer Tasche und gab sie ihrer Tochter. Voller Eifer begann das Mädchen den Hund zu bürsten, wobei lange Haare auf unserem Tisch landeten.”

Melissa war fassungslos. „Ich fand es so widerlich zu sehen, wie ein Hund neben meinem Teller gebürstet wurde. Neben den umherfliegenden Haaren sah ich auch Schuppen herumwirbeln. Wie ekelhaft ist das, wenn man isst? Überhaupt ist es unsozial, seinen Hund ins Restaurant mitzunehmen; lasst ihn doch zu Hause.“

Mark bat die Mutter der Familie, das Mädchen möge doch bitte aufhören mit dem Bürsten. „Das hätten wir besser nicht tun sollen, denn die Eltern verstanden nicht, warum wir uns aufregten. Sie fanden ihren Hund überhaupt nicht schmutzig. Ich verstehe es ja, sie waren froh, dass ihre Tochter etwas zu tun hatte und sie in Ruhe essen konnten.“

Die Anwesenheit des Hundes und das bürstende Mädchen verdarben Melissa und Mark eigentlich den Urlaub. „Ich hatte mich so auf Ruhe und Entspannung gefreut, aber zwölf Tage lang mussten wir uns wegen dieser Familie neben uns zurückhalten. Wie kann man auf die Idee kommen, während des Essens seinem Kind zu erlauben, einen Hund zu bürsten? Das geht doch nicht in einem Restaurant?“