Darum solltest du vor dem Heizen IMMER erst das tun, sonst wird’s teuer!

Der oft übersehene Schritt beim Start der Heizsaison

Sobald es draußen frisch wird, drehst du wahrscheinlich automatisch die Heizung auf. Verständlich. Doch genau dabei vergessen viele einen entscheidenden Punkt: den Heizkörper von innen zu reinigen. Das klingt unspektakulär, spart dir aber bares Geld und verhindert unangenehme Gerüche, die beim ersten Aufheizen gerne durch die Wohnung wabern.

Warum sich Staub im Heizkörper zum Problem entwickelt

Im Laufe der Zeit lagern sich in den Lamellen und Hohlräumen von Heizkörpern erstaunliche Mengen Staub, Flusen und Tierhaare ab. Wird es warm, riecht es nicht nur muffig – die Staubschicht wirkt wie ein Schal um den Heizkörper: Sie bremst die Wärmeabgabe. Die Folge: Der Raum wird langsamer warm, du drehst höher auf und verbrauchst mehr Energie als nötig. Zusätzlich wirbelt die aufsteigende Luft beim Heizen feine Partikel auf, was für empfindliche Personen ziemlich unangenehm sein kann.

Kurzer Check vor dem Reinigen

Bevor du loslegst, lass den Heizkörper komplett auskühlen. Lege ein altes Tuch unter, damit Staub und Krümel nicht überall landen. Bei vielen Typen kannst du die obere Abdeckung und seitliche Blenden abnehmen – das erleichtert dir den Zugang zu den Lamellen. Keine Sorge: Dafür brauchst du kein Spezialwerkzeug, meist genügen ein fester Griff und etwas Fingerspitzengefühl.

So machst du den Heizkörper innen wirklich sauber

Am einfachsten funktioniert es mit einer langen Heizkörperbürste oder einer weichen Flaschenbürste. Führe sie von oben nach unten zwischen die Lamellen und ziehe die Staubnester heraus. Ein Staubsauger mit schmalem Aufsatz ist dein bester Freund: Halte die Düse dicht an die Öffnungen, um lose Partikel direkt einzusaugen. Bei schwer erreichbaren Ecken hilft ein Föhn auf Kaltluft oder vorsichtige Druckluftstöße – dabei unbedingt den Staubsauger bereithalten, damit nichts durch den Raum fliegt. Außenflächen wischst du mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch ab. Vermeide aggressive Reiniger und drücke die Lamellen nicht zusammen; sie verbiegen schnell und mindern dann die Heizleistung.

Entlüften: Der zweite Effizienz-Booster

Wenn du schon dran bist, entlüfte den Heizkörper gleich mit. Dafür brauchst du einen kleinen Vierkantschlüssel, ein Gefäß und ein Tuch. Thermostat aufdrehen, Entlüftungsventil vorsichtig öffnen, Luft zischen lassen, bis ein Wasserstrahl gleichmäßig kommt, dann wieder schließen. Prüfe anschließend am Heizkessel den Wasserdruck und fülle bei Bedarf nach. Ein gut entlüftetes System verteilt die Wärme gleichmäßiger und wird schneller warm.

Kleine Tricks, große Wirkung

Achte darauf, dass Vorhänge, Möbel oder Verkleidungen die Luftzirkulation nicht blockieren. Ein paar Zentimeter Abstand reichen oft, damit die Wärme frei aufsteigen kann. Hinter dem Heizkörper an Außenwänden kann eine dünne, reflektierende Dämmfolie helfen, Wärmeverluste in die Wand zu reduzieren. Außerdem lohnt es sich, den Thermostat sinnvoll zu nutzen: Konstante, etwas niedrigere Temperaturen sind effizienter als ständiges Hoch- und Runterdrehen. Und fürs Lüften gilt: besser kurz und kräftig stoßlüften als stundenlang das Fenster kippen.

Wie oft solltest du reinigen?

Ein gründlicher Durchgang zu Beginn der Heizperiode ist Pflicht. Je nach Staubaufkommen – etwa mit Haustieren oder an stark befahrenen Straßen – ist eine Auffrischung zur Saisonmitte sinnvoll. Dazwischen reicht es, die oberen Schlitze und sichtbaren Bereiche gelegentlich abzusaugen. Nach Renovierungsarbeiten mit viel Schleifstaub solltest du unbedingt früher ran, denn dieser setzt sich besonders hartnäckig ab.

Sicherheit zuerst

Arbeite in Ruhe und ohne Hektik. Kanten an Heizkörpern können scharf sein – Handschuhe schützen deine Hände. Bei elektrisch betriebenen Heizgeräten gilt: Stecker ziehen, bevor du irgendetwas öffnest. Wasser und Steckdosen sind keine gute Kombination, also immer mit Bedacht wischen und nichts durchnässen. Wenn du unsicher bist, wie sich Abdeckungen lösen oder Ventile bedienen lassen, wirf einen Blick in die Anleitung oder frag eine Fachperson.

Fazit: Ein kleiner Handgriff mit großer Wirkung

Das unscheinbare Detail, das so viele übergehen, ist die Innenreinigung des Heizkörpers. Sie dauert nicht lange, kostet fast nichts und sorgt dafür, dass deine Heizung effizienter, leiser und geruchsärmer läuft. Mach es dir zur Routine, bevor du die Heizung das erste Mal aufdrehst – dein Geldbeutel und dein Raumklima werden es dir danken.