Feuerwehr warnt: Die „versteckte“ Klappe im Trockner, die man beim Reinigen vergisst, kann leicht Brände auslösen!

Dieser harmlose Waschgang kann Risiken bergen

Dein Wäschekorb ist voll, draußen prasselt der Regen und du willst, dass die Bettwäsche schnell wieder trocken ist. Alles schwupps in den Trockner, Start drücken und kurz Kaffee holen – kommt dir bekannt vor, oder? Genau in dieser Routine steckt eine Gefahr, die viele übersehen, besonders wenn der Trockner auf dem Dachboden oder in einem abgeschlossenen Hauswirtschaftsraum steht.

Warum Wäschetrockner so oft Brände verursachen

Die Feuerwehr muss jedes Jahr unzählige Male ausrücken wegen Bränden, die in oder rund um einen Trockner beginnen. Oft denken wir an einen technischen Defekt. In Wirklichkeit ist der Übeltäter meist banaler: Flusen und Staub, die sich im Gerät ansammeln. Dieses trockene, feine Zeug fängt blitzschnell Feuer und bekommt in Kombination mit Hitze und Luft genau das, was es zum Brennen braucht.

Das Flusensieb zu reinigen, reicht nicht aus

Viele Menschen leeren nach jedem Durchgang ordnungsgemäß das Flusensieb. Klingt nach erledigt, aber damit ist es nicht getan. So ein Sieb hält vor allem die größeren Flusen zurück. Der mikroskopisch feine Staub geht einfach vorbei und verschwindet tiefer im Trockner. Die Feuerwehr betont seit Jahren: Nur dieses Fach zu leeren, vermittelt ein falsches Sicherheitsgefühl.

Die vergessene Klappe unten am Trockner

Was fast alle auslassen, ist das Teil hinter der Klappe unten am Gerät. Bei einem Kondenstrockner heißt es der Kondensator; bei einem Wärmepumpentrockner ist es der Wärmetauscher. Diese beiden regeln die Ableitung der Wärme und sind Staubmagneten. Genau dort entsteht oft das Problem, weil sich Schmutz zwischen den Lamellen festsetzt und den Luftstrom behindert.

Was innen passiert, wenn du nicht reinigst

Die feinen Staubpartikel, die das Sieb passieren, wirbeln herum und bilden mit der Zeit eine dicke Decke um entscheidende Bauteile wie Heizelemente sowie den Kondensator oder den Wärmetauscher. Diese Schicht wirkt isolierend: Wärme kann nicht mehr entweichen, wodurch die Temperatur ansteigt. Zunächst beginnt es zu schwelen, und ein einziger Funke oder ein zusätzlicher Hitzeschub kann ausreichen, um Flammen zu verursachen.

Der Luftstrom begünstigt das Feuer

Ein Trockner pumpt ständig Luft um, um deine Wäsche zu trocknen. Praktisch für deine Handtücher, aber auch eine perfekte Sauerstoffzufuhr, wenn glimmender Staub vorhanden ist. Greift es erst einmal über, kann sich das Feuer blitzschnell durch das Gerät ausbreiten und auf den Raum drumherum übergreifen. Auf Dachböden und in kleinen Hauswirtschaftsräumen ist der Schaden dann oft groß.

So verringerst du das Risiko eines Trocknerbrands

Zum Glück kannst du mit ein paar einfachen Gewohnheiten viel Ärger vermeiden. Schau weiter als nur auf das Flusensieb und plane Wartung ein. Prüfe und reinige den Kondensator oder Wärmetauscher regelmäßig; einmal pro Monat ist ein guter Startpunkt, häufiger, wenn du den Trockner intensiv nutzt. Diese Aufgabe kostet dich höchstens ein paar Minuten und beginnt bei der Klappe unten.

Praktische Reinigungstipps, die funktionieren

Kondensator reinigen: Bei einem Kondenstrockner klickst du den Kondensator heraus und spülst ihn unter dem Wasserhahn oder in der Dusche ab. Lass das Wasser durch alle Ecken laufen, damit Flusen und Schmutz weggespült werden. Kurz trocknen und wieder einsetzen.

Wärmetauscher pflegen: Hast du einen Wärmepumpentrockner, sind die Lamellen empfindlicher. Verwende einen Staubsauger mit weicher Bürste und arbeite behutsam, immer in Richtung der Lamellen, um Beschädigungen zu vermeiden.

Nische reinigen: Hinter der Klappe bleibt oft ein Staubrand liegen. Sauge diesen Bereich gründlich aus, bevor du das Teil wieder einsetzt. Gerade dort sammelt sich unbemerkt viel Schmutz.

Sicherheitsgewohnheiten beim Trocknen

Lass den Trockner nicht laufen, wenn du schläfst oder nicht zu Hause bist. Falls etwas schiefgeht, kannst du so zumindest schnell eingreifen. Sorge außerdem für ausreichende Belüftung rund um das Gerät; stelle ihn nicht eingezwängt in einen Schrank oder eine Ecke ohne Luftzufuhr. Halte die Umgebung frei von brennbaren Materialien wie Karton, Waschmittelverpackungen und Wäschebergen.

Sicherer und sparsamer

Ein sauberer Trockner ist nicht nur weniger brandgefährlich, sondern auch effizienter. Wenn die Luft frei zirkulieren kann und Wärme gut abgeführt wird, ist deine Wäsche schneller trocken und dein Energieverbrauch sinkt. Ein verstopftes Gerät muss härter arbeiten, frisst Strom und verschleißt schneller. Durch regelmäßige Reinigung verlängerst du die Lebensdauer deines Trockners und hältst die Rechnung niedrig.

Fünf Minuten, die den Unterschied machen

Mach es dir also zur Gewohnheit: Nach ein paar Trockengängen kurz die Klappe öffnen, reinigen und fertig. Diese paar Extraminuten bringen dir Ruhe, schützen dein Zuhause und sind freundlich zu deinem Geldbeutel. Kleiner Aufwand, große Wirkung.