In den kalten Monaten drehen wir die Heizung oft herunter und lassen die Fenster häufiger geschlossen, um Energie zu sparen. Diese Kombination wirkt sich jedoch auf das Raumklima aus: Die Luft wird kälter und feuchter, wodurch Schimmel schneller entstehen kann. Schimmel ist nicht nur schlecht für deine Wohnung, sondern kann auch gesundheitliche Beschwerden verursachen.
Warum die Luftfeuchtigkeit eine so große Rolle spielt
Zu viel Feuchtigkeit im Haus macht die Luft kühler und schwerer zu erwärmen. Dadurch bist du eher geneigt, den Thermostat höher zu stellen, was deinen Energieverbrauch wiederum erhöht. Außerdem kann eine zu hohe Feuchtigkeit Schimmelwachstum verursachen. Die dabei freigesetzten Schimmelsporen können Atemwegsbeschwerden auslösen, insbesondere bei Menschen mit bestehenden Atemproblemen.
Ein gesundes Raumklima ist also sowohl für deine Gesundheit als auch für deinen Geldbeutel wichtig.
Anzeichen dafür, dass es drinnen zu feucht ist
Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit erkennst du an verschiedenen Symptomen. Denk an dunkle Schimmelflecken an Wänden oder Decken, feuchte Stellen, Kondenswasser an den Fenstern, einen muffigen Geruch oder Holz, das feucht oder weich wird. Das sind klare Hinweise darauf, dass sofort gehandelt werden muss.
Wie hoch ist eine gesunde Luftfeuchtigkeit?
In einer Wohnung liegt ein angenehmer Feuchtigkeitswert zwischen 40 und 60 Prozent. Du kannst das einfach mit einem Hygrometer messen. Es kostet wenig und gibt dir sofort Einblick in den Zustand des Raumklimas. Steigt der Wert über 60 Prozent, ist es Zeit, Maßnahmen zu ergreifen.

Praktische Möglichkeiten, die Feuchtigkeit unter Kontrolle zu halten
Ein gutes Gleichgewicht zwischen Heizen und Lüften ist entscheidend. Im Folgenden findest du Strategien, die helfen, das Raumklima gesund zu halten.
Versorge dein Zuhause täglich mit Frischluft
Mach morgens die Fenster für kurze Zeit ganz auf. In zwanzig Minuten ist die Luft im Haus ausgetauscht, ohne dass es stark auskühlt.
Kontinuierlich lüften
Halte Lüftungsöffnungen offen oder lass ein Fenster auf Kipp, auch nachts. So kann Feuchtigkeit kontinuierlich entweichen und die Luftqualität bleibt erhalten.
Mechanische Lüftung richtig nutzen
Hast du ein Abluftsystem zu Hause? Lass es auf Stufe zwei laufen, wenn du zu Hause bist. Beim Duschen und Kochen schaltest du das Gerät auf die höchste Stufe und lässt es nach der Nutzung noch etwa eine halbe Stunde weiterlaufen.
Die Temperatur mindestens bei 15 Grad halten
Eine zu kalte Wohnung ist ein Nährboden für Schimmel. Achte daher darauf, dass die Temperatur nicht unter fünfzehn Grad fällt.
Badezimmer während des Duschens schließen
Halte die Tür während des Duschens geschlossen. Trockne anschließend Wände und Boden mit einem Abzieher oder Tuch, um die Feuchtigkeitsmenge zu begrenzen.
Beim Kochen die Dunstabzugshaube verwenden
Schalte die Dunstabzugshaube ein, sobald du zu kochen beginnst, und lass sie noch eine Weile weiterlaufen, nachdem du fertig bist. Vergiss nicht, die Filter regelmäßig zu reinigen.
Wäsche bei offenem Fenster aufhängen
Wenn du in Innenräumen trocknest, sorge für ausreichende Lüftung. Ein offenes Fenster oder Lüftungsgitter verhindert, dass sich die Feuchtigkeit in deiner Wohnung staut.
Möbel mit Abstand zur Wand platzieren
Lass zwischen Wand und großen Möbelstücken immer etwas Platz. So kann die Luft zirkulieren und Feuchtigkeit sammelt sich weniger schnell an.
Feuchtigkeitsabsorber oder einen Luftentfeuchter in Erwägung ziehen
Für Räume, die dauerhaft zu feucht sind, können Feuchtigkeitsabsorber helfen. Bei größeren oder länger anhaltenden Problemen ist ein elektrischer Luftentfeuchter oft effektiver.
Ein gesundes Raumklima hält sowohl dein Zuhause als auch dich in guter Verfassung
Wenn du auf die Luftfeuchtigkeit achtest, beugst du Schimmel vor, erhöhst den Wohnkomfort und kannst sogar Energiekosten sparen. Ein gut reguliertes Raumklima sorgt für ein gesünderes Zuhause und ein angenehmeres Wohnumfeld.



