BIZARR: Alle verdächtigen den Kühlschrank, aber dieses Gerät ist der wahre Stromfresser (1 Knopf aus = 150 €+ sparen)

Das stille Strommonster in deiner Küche

Steigt deine Stromrechnung immer weiter und du hast keine Ahnung, wohin all die Kilowattstunden verschwinden? Große Chance, dass in deiner Küche ein versteckter Verbraucher vor sich hin brummt, der deinen Geldbeutel unbemerkt leert. Es geht nicht um deinen Backofen oder Geschirrspüler, und nicht einmal um dein Kochfeld. Da steht etwas Kleines und Unauffälliges, das bis zu drei Mal so viel Strom frisst wie dein Kühlschrank.

Neugierig, was es ist, warum es ein so großes Problem darstellt und wie du es einfach im Zaum hältst? Mit ein paar einfachen Maßnahmen sparst du sofort Geld, ohne auf Komfort zu verzichten.

Warum gerade die Küche so ein Großverbraucher ist

Die Küche ist oft für 20 bis 30 Prozent deines gesamten Stromverbrauchs verantwortlich. Viele Geräte laufen dort häufig oder stehen ständig auf Standby. Denk an Gefrierschrank, Kühlschrank und Geräte, die Wärme erzeugen. Wärme ist nun einmal teuer: Was du erwärmst, kühlt wieder ab, und dann muss nachgeheizt werden. In den kälteren Monaten geht das noch schneller und dein Verbrauch steigt unbemerkt.

Die Tücke liegt in zwei Dingen: Schleichverbrauch im Standby und Wärmeverlust. Das verursacht Kosten ohne Gegenwert. Und das bringt uns zum größten Übeltäter.

Der Täter: der kleine Küchenboiler unter deiner Spüle

Der unscheinbar kompakt wirkende Boiler mit 10 bis 15 Litern unter dem Spülbecken – oft von Inventum oder AEG – entpuppt sich als der wahre Stromfresser. So ein Küchenboiler zieht pro Jahr etwa 400 bis 600 kWh, während ein durchschnittlicher Kühlschrank bei rund 150 kWh liegt. Tatsächlich: etwa drei Mal so viel Strom nur für warmes Leitungswasser.

Aus jüngsten Tests der Consumentenbond geht hervor, dass ein durchschnittlicher Küchenboiler täglich 1 bis 2 kWh durch Standby- und Stillstandsverluste verliert. Rechnest du mit €0,30 pro kWh, kostet das allein €0,30 bis €0,60 pro Tag. In einem Vierpersonenhaushalt, der häufig Warmwasser zapft, kann die Summe auf etwa 700 kWh pro Jahr steigen – entsprechend dem Verbrauch von ungefähr 3,5 Kühlschränken. Ältere, schlecht isolierte Modelle schießen sogar auf 800 kWh hoch, insbesondere bei Kalkablagerungen: Das drückt die Effizienz um etwa 15 Prozent.

Der echte Schaden, in Euro und Kilowattstunden

Stellst du den Thermostat des Boilers auf 70°C, zieht er beim Aufheizen etwa 1,5 kWh pro Stunde. Das eigentliche Leck entsteht nachts: Dann kann der Standby-Verbrauch auf bis zu 0,5 kWh pro Stunde steigen. Das summiert sich jährlich auf €50 bis €100 extra, und im Winter sogar mehr, weil die Umgebung kälter ist und das Wasser schneller abkühlt.

Zum Vergleich: Ein Induktionskochfeld liegt grob bei 200 kWh pro Jahr, ein Backofen bei 150 kWh. Der Küchenboiler bleibt also unangefochtener Spitzenreiter. Laut Milieu Centraal hat etwa jeder dritte Haushalt einen solchen Boiler, was die Jahresrechnung um €150 bis €200 nach oben treiben kann. Und wird die Isolierung mäßig oder undicht, steigt der Verbrauch um rund 20 Prozent – in Spitzenmonaten können das schnell €30 pro Monat extra sein.

Schnelle Maßnahmen, die sofort wirken

Zeitschaltuhr installieren: Schalte eine einfache €10-Zeitschaltuhr aus dem Baumarkt (zum Beispiel Praxis) zwischen Steckdose und Boiler. Lass sie den Boiler zwischen 23:00 und 07:00 Uhr abschalten. Du verlierst keinen Komfort, kürzt aber rund 40 Prozent des Verbrauchs. Viele Nutzer kommen so auf etwa 300 kWh pro Jahr.

Temperatur senken: Stell die Einstellung auf 55°C. Das spart etwa 25 Prozent Energie (rund 100 kWh pro Jahr) und bleibt laut TNO bei normaler häuslicher Nutzung sicher gegen Bakterienwachstum.

Zusätzlich isolieren: Umwickle den Boiler mit einer günstigen Isolierfolie für etwa €5 (zum Beispiel bei Hornbach). Du halbierst den Wärmeverlust und nimmst so nochmals rund €50 pro Jahr mit.

Entkalken: Gönn dem Boiler jährlich eine Entkalkung mit Essig (kostet fast nichts). Du gewinnst 10 bis 15 Prozent Effizienz zurück und verringerst die Ausfallwahrscheinlichkeit.

Upgrade erwägen: Willst du es gründlich angehen, wähl einen A+-Durchlauferhitzer (ab etwa €200). So ein Gerät heizt nur, wenn du den Wasserhahn öffnest. Der Jahresverbrauch kann dann in Richtung 150 kWh sinken.

Eine Testfamilie, die Zeitschaltuhr, niedrigere Temperatur, Isolierung und Entkalkung kombinierte, sah die jährlichen Kosten von etwa €180 auf €80 sinken. Das ist schnell wieder eingespielt.

Mach deine ganze Küche intelligenter

Wenn du schon dabei bist: Überprüfe die Einstellung deines Gefrierschranks (halte -18°C ein). Das ist die sparsamste Stufe und ergibt einen Verbrauch von rund 100 kWh pro Jahr. Stell deinen Geschirrspüler standardmäßig auf den Eco-Modus; das bringt zusätzlich etwa 50 kWh Einsparung pro Jahr ohne spürbaren Komfortverlust.

Bündelst du diese Maßnahmen, kann dein gesamter Küchenverbrauch um etwa 30 Prozent sinken – gut für €200 bis €300 pro Jahr. Tausende Haushalte machen das bereits. Probier es aus, schau, was dein Zähler sagt, und halte dieses stille Strommonster fortan in Schach. Was ist bei dir der größte Energiefresser?