In vielen Küchen von früher lag ein besonderes Hilfsmittel, das heutzutage nur noch selten verwendet wird: die Wärmeverteilplatte, auch Simmerplatte genannt. Diese einfache Metallplatte wurde auf den Herd gelegt und hatte eine wichtige Funktion beim Kochen von Gerichten, die langsam garen mussten.
Für viele Menschen weckt es Erinnerungen an die Küche von früher, in der das Essen oft ruhig auf dem Gasherd vor sich hin köchelte.
Was war eine Simmerplatte?
Eine Simmerplatte war eine runde Metallplatte, die zwischen die Gasflamme und den Topf gelegt wurde. Die Platte verteilte die Wärme der Flamme über eine größere Fläche. Dadurch wurde die Hitze weniger direkt und gleichmäßiger verteilt.
Das machte es möglich, Speisen sehr langsam zu kochen, ohne dass sie schnell anbrennen.
Ideal zum langsamen Garen
Viele Gerichte aus der traditionellen Küche mussten lange Zeit leise köcheln. Man denke etwa an Eintöpfe, Suppen oder Saucen. Ohne Simmerplatte konnte die Hitze einer Gasflamme manchmal zu stark sein, selbst auf der niedrigsten Stufe.
Durch das Platzieren der Platte unter dem Topf wurde die Wärme gedämpft und das Gericht konnte in Ruhe weitergaren.
Geringere Gefahr des Anbrennens
Ein weiterer Vorteil der Simmerplatte war, dass sie die Gefahr des Anbrennens verringerte. Besonders bei Gerichten mit Milch, Sauce oder dicken Suppen konnte der direkte Kontakt mit der Flamme Probleme verursachen.
Die Platte wirkte als eine Art Wärmepuffer und sorgte dafür, dass der Topf nicht an einer Stelle zu heiß wurde.

Ein bekanntes Hilfsmittel in alten Küchen
In vielen Haushalten lag die Simmerplatte standardmäßig in einem Küchenschrank oder neben dem Herd. Es war ein einfaches Hilfsmittel, wurde aber häufig von Menschen verwendet, die gern kochten.
Vor allem in der Zeit, als Gasherde die Norm waren, war es ein nützliches Hilfsmittel, um mehr Kontrolle über die Temperatur zu bekommen.
Warum man sie heute seltener sieht
Heutzutage sieht man Simmerplatten seltener, weil moderne Herde und Kochfelder die Temperatur besser regeln können. Induktions- und Keramikkochfelder geben eine gleichmäßigere Wärme ab als alte Gasbrenner.
Dennoch verwenden einige Menschen sie weiterhin, zum Beispiel beim Zubereiten von Schmortöpfen oder beim Kochen auf einem Gasherd.
Ein kleines Stück Küchengeschichte
Die Simmerplatte ist ein gutes Beispiel dafür, wie einfache Hilfsmittel früher eine große Rolle in der Küche spielten. Mit einer einfachen Metallplatte konnte man Speisen besser garen lassen und Anbrennen verhindern.
Für viele Menschen bleibt sie ein vertrautes Stück Nostalgie aus der Zeit, als Kochen oft langsam, ruhig und mit viel Aufmerksamkeit geschah.



