Der Winter steht vor der Tür, und das bedeutet, dass die Heizung wieder eingeschaltet wird. Doch bei steigenden Energiepreisen fragen sich viele: Was ist eigentlich die kostensparendste Temperatur, um dein Zuhause zu beheizen? Zu niedrig ist unkomfortabel, zu hoch ist teuer. Zeit für Klarheit.
Der goldene Mittelweg: 19 Grad
Laut Energieexpertinnen und -experten sind 19 Grad tagsüber die ideale Temperatur für die meisten Haushalte. Sie ist komfortabel genug, um angenehm zu wohnen, aber nicht so hoch, dass deine Energierechnung unnötig steigt. Jeder zusätzliche Grad kostet schnell 6 bis 7 Prozent mehr Energie, sodass wer das Thermostat von 21 auf 19 Grad stellt, pro Jahr Dutzende Euro sparen kann.
Für die meisten Menschen fühlen sich 19 Grad mit Pullover oder Weste angenehm an. „Es geht nicht darum, zu frieren, sondern ums clevere Heizen“, sagt ein Energieberater. „Eine stabile, etwas niedrigere Temperatur sorgt dafür, dass die Heizung effizienter arbeitet.“
Nachts of bij afwezigheid: verlagen naar 15 graden
Wenn du schläfst oder nicht zu Hause bist, ist es sinnvoll, die Temperatur zu senken. 15 Grad sind ein guter Ausgangspunkt. So sparst du Energie, verhinderst aber, dass es zu stark auskühlt — denn das kostet wiederum extra Energie beim Aufheizen.
Wer länger weg ist, zum Beispiel über ein Wochenende, kann ruhig noch etwas weiter heruntergehen, auf etwa 14 Grad, solange keine Frostgefahr besteht.
Große Temperaturschwankungen vermeiden
Ein häufiger Fehler ist, das Thermostat tagsüber stark herunterzudrehen und abends wieder ganz hochzustellen. Das wirkt sparsam, doch das Gegenteil ist der Fall. Das Aufheizen eines kalten Hauses kostet mehr Energie als das Halten einer stabilen Temperatur. Es ist daher besser, das Thermostat konstant ein paar Grad niedriger zu halten, statt ständig große Sprünge zu machen.
Die Nachtabsenkung clever nutzen
Ein programmierbares Thermostat ist hier eine große Hilfe. Du kannst einstellen, dass die Heizung automatisch heruntergeht, wenn du zu Bett gehst, und kurz bevor du aufstehst wieder etwas ansteigt. So sparst du unbemerkt Energie, ohne frieren zu müssen.
Im Durchschnitt kannst du mit einer gut eingestellten Nachtabsenkung etwa 60 bis 100 Euro pro Jahr sparen, abhängig von der Wohnungsgröße und dem Energiepreis.
Zusätzliche Spartipps
Drehe das Thermostat bereits eine Stunde vor dem Schlafengehen herunter. Das Haus bleibt noch eine Weile warm, aber du sparst schon Energie.
Schließe die Vorhänge, sobald es dunkel wird. Das hält die Wärme besser im Haus.
Verwende Dichtungsstreifen an Türen und Fenstern, um Wärmeverluste zu reduzieren.
Stelle die Heizung in Räumen, die du nicht nutzt, niedriger.
Verwende Teppiche – sie reduzieren Kälte vom Boden und sorgen bei niedrigerer Temperatur für ein behaglicheres Gefühl.

Die ideale Kombination: Komfort und Ersparnis
Am Ende geht es um Balance. Wer bei der Wärme zu streng spart, fühlt sich zu Hause nicht wohl – und auch das ist etwas wert. Doch mit bewusstem Heizen kannst du deutlich sparen, ohne Komfort einzubüßen.
Kurz zusammengefasst:
Tagsüber: 19 Grad
Nachts oder bei Abwesenheit: 15 Grad
Längere Abwesenheit: 14 Grad oder weniger (sofern frostfrei)
Clever heizen heißt klüger leben
Wenn du das Thermostat sinnvoll nutzt, sparst du nicht nur Geld, sondern trägst auch zu niedrigeren CO₂-Emissionen bei. Und das macht es besonders lohnend.
Also, wenn du das nächste Mal das Thermostat höher drehen möchtest, „weil es so gemütlich warm ist“, denk kurz an deinen Geldbeutel — und an die Umwelt. Denn mit einem Grad weniger heizt du nicht nur smarter, sondern auch nachhaltiger.



