Dein Alter verrät, wie viel Schlaf du wirklich brauchst: Schau, wie viele Stunden du schlafen musst

Der eine springt nach sechs Stunden Schlaf schon fröhlich aus dem Bett, während ein anderer nach acht Stunden noch immer das Gefühl hat, die Augen kaum offen halten zu können. Aber wie viel Schlaf brauchen wir eigentlich?

Viele Menschen behalten ihr ganzes Erwachsenenleben ungefähr denselben Schlafrhythmus bei. Dennoch verändert sich unser Schlafbedarf im Laufe des Lebens erheblich. Ein Baby kann den größten Teil eines Tages schlafen, während Erwachsene in der Regel mit deutlich weniger Stunden auskommen.

Und auch im späteren Leben ändert sich wieder so einiges.

Neugierig, wie viel Schlaf zu deinem Alter passt? Schau unten nach.

0 bis 3 Monate: 14 bis 17 Stunden

Neugeborene sind echte Schlafmeister. Sie benötigen etwa 14 bis 17 Stunden Schlaf pro Tag.

Das geschieht natürlich nicht alles am Stück. Ein neugeborenes Baby hat noch keinen normalen Tag-Nacht-Rhythmus und verteilt den Schlaf deshalb auf verschiedene Zeiten.

In diesen ersten Monaten passiert im Körper und im Gehirn unglaublich viel. Das erklärt unter anderem, warum der Schlaf einen so großen Teil des Tages einnimmt.

4 bis 12 Monate: 12 bis 16 Stunden

Wenn Babys etwas älter werden, nimmt die gesamte Schlafdauer langsam ab. Für Kinder von etwa vier bis zwölf Monaten werden 12 bis 16 Stunden pro Tag empfohlen.

Dabei sind Tagschläfchen mit eingerechnet.

Allmählich bildet sich auch immer deutlicher ein erkennbarer Schlafrhythmus heraus.

1 bis 2 Jahre: 11 bis 14 Stunden

Kleinkinder brauchen weiterhin ziemlich viel Schlaf. Für Kinder von ein bis zwei Jahren liegt die Empfehlung bei etwa 11 bis 14 Stunden pro Tag, inklusive Nickerchen.

Wer kleine Kinder hat, weiß vermutlich, welchen Unterschied ein gutes Mittagsschläfchen machen kann.

3 bis 5 Jahre: 10 bis 13 Stunden

Bei Vorschulkindern nimmt der Bedarf erneut etwas ab.

Kinder von drei bis fünf Jahren benötigen in der Regel etwa 10 bis 13 Stunden Schlaf pro Tag. Manche schlafen tagsüber noch kurz, während andere ihr Mittagsschläfchen inzwischen vollständig abgeschafft haben.

6 bis 12 Jahre: 9 bis 12 Stunden

Schulkinder brauchen weniger Schlaf als Kleinkinder, aber immer noch deutlich mehr als die meisten Erwachsenen.

Für Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren werden etwa 9 bis 12 Stunden Schlaf empfohlen.

Ein Kind, das morgens um sieben Uhr aufstehen muss, braucht also ziemlich viel Schlaf, um innerhalb der empfohlenen Menge zu bleiben.

13 bis 17 Jahre: 8 bis 10 Stunden

Und damit kommen wir zu einer Gruppe, bei der es öfter mal schiefgeht: Teenager.

Obwohl Pubertierende manchmal bis tief in die Nacht wach bleiben möchten, brauchen Jugendliche von 13 bis 17 Jahren in der Regel etwa 8 bis 10 Stunden Schlaf.

Eine späte Bettzeit in Kombination mit frühem Aufstehen für die Schule kann daher dazu führen, dass die Nächte strukturell zu kurz werden.

18 bis 60 Jahre: mindestens 7 Stunden

Für Erwachsene ändert sich die Geschichte erheblich.

Laut der US-Gesundheitsbehörde CDC wird für Erwachsene von 18 bis 60 Jahren mindestens 7 Stunden Schlaf pro Nacht empfohlen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder nach genau sieben Stunden ausgeschlafen ist. Bei vielen Erwachsenen wird der persönliche Schlafbedarf höher liegen.

Die bekannte Richtlinie von etwa sieben bis neun Stunden Schlaf für Erwachsene bleibt daher ein brauchbarer Anhaltspunkt.

61 bis 64 Jahre: 7 bis 9 Stunden

Wer die Sechzig überschreitet, muss plötzlich nicht extrem viel weniger schlafen.

Für Erwachsene zwischen 61 und 64 Jahren werden etwa 7 bis 9 Stunden Schlaf empfohlen.

Die Vorstellung, dass ältere Menschen mit nur ein paar Stündchen Schlaf auskommen, stimmt also nicht einfach so.

65 Jahre und älter: 7 bis 8 Stunden

Ab etwa 65 Jahren liegt die empfohlene Schlafdauer bei rund 7 bis 8 Stunden.

Bemerkenswerterweise ist das also gar nicht so viel weniger als bei jüngeren Erwachsenen.

Allerdings kann sich die Art und Weise, wie Menschen schlafen, verändern. Manche Ältere werden nachts häufiger wach oder schlafen tagsüber kurz. Dadurch kann es sich so anfühlen, als würde nachts viel weniger geschlafen.

Übersicht: Wie viel Schlaf brauchst du?

Hier sind die empfohlenen Mengen auf einen Blick:

0–3 Monate: 14–17 Stunden
4–12 Monate: 12–16 Stunden
1–2 Jahre: 11–14 Stunden
3–5 Jahre: 10–13 Stunden
6–12 Jahre: 9–12 Stunden
13–17 Jahre: 8–10 Stunden
18–60 Jahre: mindestens 7 Stunden
61–64 Jahre: 7–9 Stunden
65 Jahre und älter: 7–8 Stunden

Diese Mengen basieren auf allgemeinen Schlafempfehlungen und sind keine persönlichen Vorgaben. Wie viel Schlaf jemand genau braucht, variiert nämlich von Person zu Person.

Es zählt nicht nur die Anzahl der Stunden

Jetzt wird es interessant, denn nur acht Stunden im Bett zu liegen heißt nicht automatisch, dass du auch acht Stunden gut geschlafen hast.

Auch die Qualität deines Schlafs spielt eine wichtige Rolle.

Wirst du ständig wach, liegst lange unruhig im Bett oder kannst nur schwer einschlafen, kannst du nach einer langen Nacht trotzdem müde aufwachen.

Es geht also nicht nur um die Uhr.

Warum verändert sich unser Schlafbedarf?

Vor allem in unseren jungen Jahren braucht der Körper viel Schlaf. Kinder wachsen und entwickeln sich rasend schnell.

Mit dem Erwachsenwerden nimmt die empfohlene Schlafdauer ab. Danach bleibt sie überraschend stabil.

Der Unterschied zwischen einem Dreißigjährigen und einem Siebzigjährigen ist hinsichtlich der empfohlenen Schlafdauer also viel kleiner als der Unterschied zwischen einem Erwachsenen und einem kleinen Kind.

Schläfst du eigentlich genug?

Eine einfache Möglichkeit, deinen eigenen Schlaf zu betrachten, besteht nicht nur darin zu zählen, wie viele Stunden du im Bett liegst.

Schau dir auch an, wie du dich tagsüber fühlst.

Wachst du einigermaßen ausgeruht auf? Kannst du dich tagsüber gut konzentrieren? Hast du jeden Nachmittag das Gefühl, fast einzuschlafen? Und hast du am Wochenende plötzlich das Bedürfnis, stundenlang länger zu schlafen?

Das alles können Hinweise darauf sein, deinen Schlafrhythmus genauer zu betrachten.

Wer dauerhaft müde bleibt, obwohl er oder sie genügend Zeit im Bett verbringt, sollte das am besten mit einer Hausärztin oder einem Hausarzt besprechen.

Vielleicht solltest du heute Abend doch etwas früher ins Bett

Das Kuriose ist, dass fast jeder weiß, wie wichtig Schlaf ist, wir aber gleichzeitig leicht daran sparen.

Noch eine Folge schauen. Noch kurz durch Facebook scrollen. Noch schnell etwas fertig machen. Ehe du dich versiehst, ist eine Stunde vergangen.

Eine einzelne kurze Nacht ist natürlich etwas anderes, als jede Nacht strukturell zu wenig zu schlafen.

Sieh dir daher noch einmal die Übersicht oben an und vergleiche sie mit deinen eigenen Nächten.

Wie alt bist du und wie viele Stunden schläfst du im Durchschnitt? Vielleicht stellst du fest, dass es heute Abend doch klug ist, etwas früher unter die Decke zu kriechen.