Viele wissen es nicht: Dieses Bußgeld droht, wenn deine Katze bei den Nachbarn in den Garten macht

Viele Katzenhalter lassen ihr Haustier frei draußen herumlaufen. Aber was passiert eigentlich, wenn deine Katze regelmäßig in den Garten der Nachbarn kotet? Kann man dafür eine Geldbuße bekommen oder sogar haftbar gemacht werden?

Die Antwort ist überraschender, als viele Menschen denken.

Für Katzen gelten andere Regeln

Während Hundebesitzer verpflichtet sind, die Hinterlassenschaften ihres Hundes zu beseitigen, gelten für Katzen ganz andere Regeln.

In den Niederlanden gibt es nämlich keine landesweite Pflicht zum Beseitigen von Katzenkot. Außerdem dürfen Katzen frei herumlaufen und gelangen dadurch regelmäßig in die Gärten der Nachbarn.

Das bedeutet, dass ein Nachbar oder eine Nachbarin in der Regel nur wenige rechtliche Möglichkeiten hat, wenn eine Katze gelegentlich für Belästigung sorgt.

Wann wird es zum Problem?

Ein vereinzeltes Häufchen Katzenkot im Garten wird rechtlich meist als normale Nachbarschaftsstörung angesehen.

Erst wenn es zu langanhaltender und erheblicher Belästigung kommt, etwa wenn mehrere Katzen täglich Schäden verursachen oder fortwährend denselben Garten als Katzenklo benutzen, kann die Situation anders bewertet werden.

Allerdings muss diejenige, die sich beschwert, nachweisen können, dass die Beeinträchtigung dauerhaft ist.

Kann man eine Geldbuße bekommen?

In den meisten Fällen nicht.

Es gibt keine landesweite Geldbuße für Katzen, die ihr Geschäft im Garten der Nachbarn verrichten. Gemeinden können nur in Ausnahmesituationen einschreiten, zum Beispiel wenn die öffentliche Gesundheit gefährdet ist oder es zu extremer Belästigung kommt.

Für den durchschnittlichen Katzenhalter wird eine Geldbuße daher kaum in Frage kommen.

Schäden geltend zu machen ist schwierig

Hat eine Katze Pflanzen zerstört oder einen Gemüsegarten umgegraben, kann der Halter theoretisch haftbar gemacht werden.

In der Praxis erweist sich das jedoch als sehr schwierig.

Der Nachbar muss nämlich nachweisen können, welche Katze den Schaden verursacht hat und wie hoch dieser genau ist. Ohne Fotos, Zeugen oder andere Beweise läuft eine solche Forderung meist ins Leere.

So beugt man Belästigungen vor

Wer unter Katzen im Garten leidet, sollte besser auf praktische Lösungen setzen.

Oft hilft es, lockere Erde mit Kies, Rindenmulch oder Hühnerdraht abzudecken. Auch Geruchsmittel wie Zitrus oder Kaffeesatz können Katzen davon abhalten, immer wiederzukommen.

Außerdem raten Fachleute, zunächst in Ruhe das Gespräch mit dem Halter der Katze zu suchen. Viele Menschen wissen nämlich gar nicht, dass ihr Haustier für Belästigung sorgt.

Das sollte man auf keinen Fall tun

So unangenehm die Situation auch ist: Eine Katze zu verletzen, zu vergiften, einzusperren oder anderswo auszusetzen, ist strafbar.

Dafür drohen vielmehr empfindliche Geldbußen oder sogar strafrechtliche Konsequenzen.

Die sicherste Lösung bleibt daher eine Kombination aus tierfreundlichen Abschreckungsmitteln und guter Absprache mit den Nachbarn.

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